Archiv für den Monat: April 2016

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

http://www.amazon.de/ganzes-halbes-Jahr-Jojo-Moyes/dp/3499267039Autor: Jojo Moyes
Übersetzung:Karolina Fell
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag;
Erschienen:Auflage: 30 (21. März 2013)
ISBN-10: 3499267039
ISBN-13: 978-3499267031
Seitenzahl: 544 Seiten

Ich bin auf das Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ aufmerksam geworden als ich den Trailer sah zur Buchverfilmung. Die Tatsache das es noch so unendlich lange hin ist bis der Film raus kam lies mich entscheiden, ich will die Geschichte aber jetzt kennen.
Ich organisierte mir das Buch und fing an zu Lesen.
Die ersten Seiten waren etwas trocken, ich war mir nicht sicher ob das ein super tolles Buch ist oder doch nur etwas wo ich mich langweile.
Vor wenigen Minuten habe ich das Buch zu ende gelesen und entschieden nun sofort eine Rezession dazu zu schreiben.

Das Buch ist wunderschön geschrieben, man lernt Personen in diesem Buch kennen als wenn sie wirklich vor einem stehen würden. Viele Bücher gibt es nicht wo ich einfach anfange zu lachen oder zu weinen. Dieses Buch hat beides bei mir geschafft und ich glaube noch kein Buch hat mich Emotional so sehr berührt wie dieses. Die Geschichte ist schön und so authentisch geschrieben. Man leidet mit den Hauptcharakteren mit, sowohl mit der Louisa als auch mit dem Will und seiner Familie. Man kann die Gedanken der Personen förmlich spüren und ihre Gefühle erahnen ohne das genau gesagt wurde ob sie das nun alles auch gerade genau so fühlt.
Im Zentrum der Geschichte steht Will mit seiner Behinderung, seine Entscheidungen sind nicht immer leicht nachzuvollziehen und doch aber auch gut geschrieben wieso er das tut. Man leidet mit der Louisa die versuchte seine Entscheidung zu ändern, man merkt wie sie sich selber im Laufe der Geschichte immer weiter verändert, wie sie sich einfach weiter entwickelt. Will hat dafür gesorgt das aus einer kleinen grauen Ente ein wunderschöner Schwan geworden ist. Ich bewundere ein wenig den Mut der Autorin sich mit den Themen Freitod und Behinderung so stark auseinander zu setzen. Man merkt das sie sich dazu einige Gedanken gemacht hat,  sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Es hat auch mich dazu angeregt mit zu dem Thema einige Gedanken zu machen.
Ich kann grundsätzlich eigentlich jedem dieses Buch empfehlen, natürlich wer nur den absoluten Thriller oder nur Aktion lesen will ist hier vielleicht nicht richtig aufgehoben. Wer hingegen gerne Gefühlvolle und Intensive Bücher lesen mag der ist hier bestens bedient mit.
Ich hatte in der Tat meine Probleme das Buch zur Seite zulegen weil ich auf die ein oder andere Szene gewartet habe, ich wurde nicht enttäuscht. Man will nur noch eine weitere Seite lesen und schubs ist schon wieder eine weitere Stunde vergangen. Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, ich würde jeder Frau wünschen das sie ihren Will findet und jedem Mann das er seine Lousia.

Fazit:
Dieses Buch ist ab sofort in meine Lieblingsbuchliste aufgenommen worden. Ich werde mich definitiv auch den Film ansehen, weiß nun das ich aber ein großes Paket Taschentücher brauchen werde. Ich habe es bisher nur als Ebook aber ich will auf jeden Fall noch eine gebundene Ausgabe davon haben. Ich werde in nächster Zeit mal schauen das ich noch weitere Bücher von ihr lese. Jojo Moyes hat mir gezeigt das es neben meiner Lieblingsautorin Marion Zimmer Bradley noch Platz für weitere echt klasse Autoren gibt. Am Ende des Buches gibt es 8 Fragen die man für sich selber sehr gut beantworten kann, die mit dem Buch zusammen hängen. Vielleicht werde ich irgendwann in einem Extra Beitrag die Fragen aus dem Buch hier beantworten.

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Michael Pilipp – Der Selbstmord des Papstes

Autor: Michael Pilipp51BdOwsgl3L._SX326_BO1,204,203,200_
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 29. Januar 2016
ISBN-10: 1530291194
ISBN-13: 978-1530291199
Seitenzahl: 342 Seiten

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Ich habe das Buch „Der Selbstmord des Papstes“ vor wenigen Tagen das erste mal in der Hand gehalten.
Dieses Buch bekam ich vom Autoren direkt, mit einem Autogramm, was es direkt erst einmal zu einem besonderen in meiner Sammlung macht.
Der Autor schickte mir das Buch als ich von meinem Blog, während eines Gespräches, erzählte.

Ob ich das Buch im Laden gekauft hätte wenn ich es dort so gesehen hätte, kann ich ehrlich leider nicht beantworten. Das Cover hat durch aus etwas interessantes, mit der Schrift und dem T in Form eines Kreuzes. Der Rest des Covers ist für mich nicht ganz zu deuten. Ich kann nicht ganz nachvollziehen was mir das Bild sagen soll. Es spricht einen schon an und doch fehlt mir etwas.  Ich kann nur nicht direkt sagen was es ist.

Der Prolog ist sehr kurz gehalten und in meinen Augen fast überflüssig, man hätte hier durch aus etwas mehr schreiben können.  Die Neugierde wurde entweder schon durch den Klappentext geweckt oder aber es wirkt etwas lieblos hingeworfen diese Information.  Vielleicht hätte man hier schon direkt vom Hauptcharakter aus den Prolog schreiben können oder da die Zeitung ein wichtiger Faktor im Buch ist, das als Pressemitteilung schreiben können.

Wenn man das Buch beginnt, landet man ziemlich schnell in der Geschichte drin. Man wird im Grunde direkt hineingeworfen. Wenn ich oft auch etwas skeptisch wegen dieser Methode bin, hat es hier doch recht gut funktioniert. Man lernt die beiden Hauptcharaktere ein wenig kennen und doch sind sie für mich am Ende des Buches noch in manchen Punkten ein kleines Rätsel. Dies ist allerdings durch aus gut, den in einem einzigen Buch alle Geheimnisse zu erfahren wäre ja langweilig.

Die Geschichte wechselt hin und wieder den Ort und dem Autoren gelingt es sehr gut, das man aber immer mitkommt wo sich der Charakter eigentlich gerade befindet. In manchen Punkten fragt man sich ob der Autor doch etwas zu tief ins Glas des Pessimismus geschaut hat aber die Geschichte die er erzählt ergibt schon einen Sinn. Den auch wenn hier mit den negativsten Grundinstinkten der Menschen hantiert wird, so sind es doch die Instinkte die sehr schnell die Kontrolle übernehmen könnten.

Es ist eine relativ einfache Erdzählweise, daher kann man das Buch direkt einfach Anfangen selber wenn man mit dem Kopf gerade vielleicht nicht immer 100% bei der Sache ist. Wenn ich das Buch ein zweites mal gelesen habe, vermute ich noch Feinheiten zu finden die mir beim ersten mal entgangen sind. Die Geschichte ist spannend erzählt, der Anfang ist etwas träger bis man den zu dem eigentlich Punkt kommt. Dann geht es aber direkt auch richtig Rund.

Es ist wie beim Anstehen an eine Achterbahn, man sieht durch aus was auf einen zu kommt, irgendwann startet man mit der Achterbahn durch und es kommt noch aufregender als Anfangs gedacht. Der Autor spielt, wie ich finde, mit einigen Klischees, diese sind aber sehr gut platziert und durch aus nicht übertrieben. In vielen Situationen im Buch konnte man sich in die Hauptperson des Buches gut hinein versetzen und auch verstehen wieso er genau so gerade dachte.

Die Auflösung der Geschichte hat mich am Ende doch etwas überrascht und auch wenn es eine durch aus sehr schöne Geschichte ist muss ich sagen, habe ich doch mit etwas anderem gerechnet.

Der Titel des Buches ist provokativ gewählt und das Thema ist ein Stück relevant in dem Buch. Mir fällt kein besserer Titel für das Buch ein aber ich bin mir nicht sicher ob ich diesen Titel wirklich für genau das richtige halte.

Dem Autoren gelingt es sehr gut die einzelnen Gruppierungen in dem Buch recht gut darzustellen, wenn ich gerade bei der Zeitung die er in seinem Buch gewählt hat, denke die kommt etwas zu gut weg. Die Politische Lage ist sehr schön beschrieben und man kann ihr sehr gut folgen.

Jeder der gerne einen Krimi liest sollte diese Geschichte auf jeden Fall lesen. Wer etwas Spannung und Aktion verträgt, für den sollte es passen. Wer allerdings ein etwas schwaches Gemüt hat oder vielleicht lieber Liebesgeschichten liest, für den ist diese Geschichte nicht das richtige.
Anhänger des Christentums die ungern ihre Kirche in einer Geschichte wiederfinden wo sie nicht so sonderlich gut weg kommt, sollten das Buch vielleicht auch nicht unbedingt lesen.

Fazit:

Es ist eine Interessante Geschichte, der Autor schafft es sehr gut eine Fiktive Version von morgen zu erzählen. Die man sich aber auch erschreckender weise als Option von morgen vorstellen kann. Eine Version die man sich definitiv nicht wünscht. Die Ängste von heute und morgen kommen sehr gut zur Geltung und zeigen was passieren kann wen diese Ängste außer Kontrolle geraten.

Diese Ängste sind gut dargestellt und ich glaube so manch ein Politiker sollte das Buch vielleicht lesen um mal zu sehen was passieren könnte wenn sie nicht aufpassen wie sie mit der Bevölkerung und den Flüchtlingen umgehen. Ich werde auf den zweiten Teil der Reihe warten und auch diesen Lesen, dazu folgt dann erneut etwas von mir wenn es soweit ist. Der Auto jedenfalls wird in meiner Liste von „Lesenswerten Autoren“ bleiben.

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